Ich bin der Meinung, das "Leben" und das, was dahinter steckt, meint es von Grund auf gut mit uns! Wenn wir dieser guten Absicht und somit unserer Lebensaufgabe folgen, so können wir im wesentlichen erfüllt, gesund und glücklich leben. Wie ich das meine, sei hier näher ausgeführt:

Aus meiner langjährigen Erfahrung in der Begleitung von Menschen zeigt sich immer wieder auf´s neue:
Leid (wie z.B. soziale- oder Beziehungsschwierigkeiten, Schicksalsschläge, Krankheiten...) entsteht dann, wenn wir wesentliche Vorgänge des Lebens übersehen oder missachtet haben. Es scheint üblich zu sein, dass Menschen an ihren Lebensumständen erst etwas verändern, wenn sie glauben, dass das, was gerade läuft, nicht mehr aushaltbar ist. Und das sogar, wenn sie schon lange bessere Lösungen wussten, oder mitgeteilt bekommen haben. Manchmal nicht einmal, wenn es unerträglich wird. Das kann mitunter alles kosten - selbst Gesundheit und Leben.

Neues, Ungewohntes auszuprobieren, scheinen oft viel schwieriger, als gewohntes Leid auszuhalten.

Wenn man Lebensveränderung auf der einen Seite, Leiden auf der anderen bildlich in Waagschalen wirft, kann man erahnen, wie schwer es wohl für manche Menschen sein muss, Veränderungen vorzunehmen.

Nun, es ist sinnvoll, das Leiden (soziales, körperliches - "Symptome" ....,) als einen Warnruf zu betrachten, als eine Ausdrucksform der Wünsche, die das Leben an uns hat, die wir vielleicht noch nicht erkannt haben.

In jeder Form des Leides ist auch immer ein Hinweis auf Lebenslinien, die wir nicht zulassen wollen, oder meinen, es nicht zu können.

Unter diesem Blickwinkel ist ein Krankheitssymptom, ein Schicksalsschlag - so merkwürdig es auch klingen mag - sogar unser Freund, auf alle Fälle aber ein Mahner, der uns mitteilen will, wie wir gesund und glücklich sein könnten, wenn wir verstehen, die Botschaft zu entschlüsseln! Meist anfangs sanft, später immer ruppiger, bekommen wir also auf diese Weise Hinweise, wie es wieder besser gehen kann. Wir sollten daher solchen Symptomen und Erscheinungsformen nicht böse sein und nicht so lange mit der Veränderung warten, bis sie zu heftig werden oder bis es überhaupt zu spät ist. Wenn wir auf die Botschaften früh reagieren, werden diese Mahner überflüssig und verschwinden oft wieder vollständig.

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